Stellungsspiel: wo stehe ich?
Ihr bewegt Euch als Paar — wie durch ein Seil verbunden, immer auf gleicher Höhe.
Wer Padel zum ersten Mal spielt, denkt über Schläge nach. Wer es zum zehnten Mal spielt, denkt über Positionen nach. Der Sprung dazwischen ist der größte, den es in dieser Sportart gibt — und er kostet nichts außer Aufmerksamkeit.
Die Grundregel: Ihr steht immer auf gleicher Höhe. Stell Dir vor, Du und Dein Partner seid mit einem kurzen Seil verbunden. Geht einer nach vorne, geht der andere mit. Zieht sich einer zurück, zieht sich der andere mit zurück. Der häufigste Fehler im Doppel ist, dass einer am Netz steht und der andere hinten — dazwischen entsteht eine Lücke, die jeder Gegner findet.
Vorne ist Angriff, hinten ist Verteidigung. Am Netz gewinnt man die Punkte, an der Wand überlebt man sie. Das Ziel jedes Ballwechsels ist deshalb: gemeinsam nach vorne kommen und dort bleiben.
Aber nicht zu weit vorne. Zwei bis drei Meter Abstand zum Netz sind richtig. Wer direkt am Netz klebt, bekommt den ersten Lob über den Kopf gespielt und muss den ganzen Weg zurück.
Die Mitte gehört meistens der Vorhand. Bälle, die genau zwischen Euch kommen, nimmt der Spieler, der sie mit der Vorhand erreicht. Das klärt Ihr einmal vorher — dann steht Ihr Euch nicht gegenseitig im Weg.
Der Lob ist Euer wichtigster Schlag. Nicht der harte Schlag, sondern der hohe. Ein guter Lob zwingt die Gegner vom Netz weg und verschafft Euch die Zeit, selbst nach vorne zu kommen. Einsteiger, die früh lernen zu lobben, gewinnen mehr Spiele als Einsteiger, die früh lernen hart zu schlagen.
Und wenn Ihr hinten seid: Ruhe bewahren, Wand nutzen, auf den Fehler warten. Aus der Verteidigung heraus gewinnt man Punkte selten durch Tempo, fast immer durch Geduld.